Zwischen Ostforschung und Osteuropahistorie Zur Biographie des Historikers Gotthold Rhode (1916–1990)

Der langjährige Mainzer Ordinarius für Osteuropäische Geschichte Gotthold Rhode (1916–1990) gehörte zu den renommiertesten Polenhistorikern der Bundesrepublik. Aufgewachsen in Posen als Angehöriger der deutschen Minderheit, studierte er in Jena, München und Königsberg. Ab 1939 war er als Referent am...

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मुख्य लेखक: Eckert, Eike
स्वरूप: Online
भाषा:जर्मन
प्रकाशित: Duncker & Humblot 2025
विषय:
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Jahrhunderts European history Poland Germany Forced migration Central Europe Expulsion Political movements 20th century history thema EDItEUR::N History and Archaeology::NH History::NHD European history thema EDItEUR::1 Place qualifiers::1D Europe::1DT Eastern Europe::1DTP Poland thema EDItEUR::N History and Archaeology::NH History::NHT History: specific events and topics thema EDItEUR::1 Place qualifiers::1D Europe::1DF Central Europe::1DFG Germany thema EDItEUR::N History and Archaeology::NH History::NHT History: specific events and topics::NHTR National liberation and independence thema EDItEUR::1 Place qualifiers::1D Europe::1DT Eastern Europe::1DTF Lithuania thema EDItEUR::N History and Archaeology::NH History::NHT History: specific events and topics::NHTV Revolutions, uprisings, rebellions thema EDItEUR::J Society and Social Sciences::JB Society and culture: general::JBS Social groups, communities and identities::JBSL Ethnic studies thema EDItEUR::N History and Archaeology::NH History::NHW Military history::NHWR Specific wars and campaigns::NHWR7 Second World War Der langjährige Mainzer Ordinarius für Osteuropäische Geschichte Gotthold Rhode (1916–1990) gehörte zu den renommiertesten Polenhistorikern der Bundesrepublik. Aufgewachsen in Posen als Angehöriger der deutschen Minderheit, studierte er in Jena, München und Königsberg. Ab 1939 war er als Referent am Osteuropa-Institut Breslau tätig. Im Krieg Soldat, setzte er seine Karriere 1946 an der Universität Hamburg fort, ehe er zum Marburger Herder-Institut wechselte. 1956 nach Mainz berufen, lehrte er dort bis zu seiner Emeritierung 1984. Rhode erfuhr eine doppelte fachliche Sozialisation – sowohl im Nationalsozialismus als auch in der Bundesrepublik. Er wird zur Gründergeneration des Faches osteuropäische Geschichte nach 1945 gezählt, ohne jedoch über die universitäre Reputation seiner viel diskutierten Vorgängergeneration um Hermann Aubin und Werner Conze zu verfügen. Sowohl die Motivation dieser Generation, sich der Ostforschung zu verschreiben, als auch ihr Einfluss auf die Fachgeschichtsschreibung nach 1945 ist bis heute weitgehend unerforscht. Die vorliegende Studie macht Rhodes Person und sein Wirken erstmalig zum Gegenstand einer ausführlichen Untersuchung. Dabei wird Rhodes Sozialisation in der deutschen Minderheit in Polen ebenso thematisiert wie das akademische und universitäre Umfeld, landsmannschaftliche Verbindungen, fachliche und weltanschauliche Netzwerke, aber auch Legitimationsstrategien sowie der generationelle Aspekt. Die Traditionen der Ostforschung, ihre Neuformierung und Entwicklung nach 1945 sowie die Annäherung von deutschen und polnischen Wissenschaftlern nach Gründung der Bundesrepublik bis in die sechziger Jahre werden anhand seines Karriereverlaufs herausgearbeitet. Damit leistet diese Biographie einerseits einen Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte, insbesondere zur Fachgeschichte der Osteuropaforschung, andererseits einen Beitrag zur jüngeren deutsch-polnischen Beziehungsgeschichte. 2025-08-11T14:48:52Z 2025-08-11T14:48:52Z 2012 book ONIX_20250811T164556_9783886404247_27 9783886404247 https://directory.doabooks.org/handle/20.500.12854/164988 ger Einzelveröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts Warschau image/jpeg Attribution 4.0 International https://www.duncker-humblot.de/9783886404247 https://elibrary.duncker-humblot.com/9783886404247 Duncker & Humblot fibre Verlag 10.3790/978-3-88640-424-7 Der langjährige Mainzer Ordinarius für Osteuropäische Geschichte Gotthold Rhode (1916–1990) gehörte zu den renommiertesten Polenhistorikern der Bundesrepublik. Aufgewachsen in Posen als Angehöriger der deutschen Minderheit, studierte er in Jena, München und Königsberg. Ab 1939 war er als Referent am Osteuropa-Institut Breslau tätig. 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