Evidenzen der Bilder
Evidenz beschreibt etwas, das unmittelbar einleuchtet. Wissenschaftliche Abbildungen erheben zwar den Anspruch, evident zu sein, aber ihre Evidenz ist nicht natürlich. Sie ist nur mittelbar für diejenigen einleuchtend, die sie lesen können. Das gilt auch für Bilder in der medizinischen Diagnostik: I...
Furkejuvvon:
| Váldodahkkit: | , |
|---|---|
| Materiálatiipa: | Online |
| Giella: | duiskkagiella |
| Almmustuhtton: |
Franz Steiner Verlag
2021
|
| Fáttát: | |
| Liŋkkat: | https://library.oapen.org/handle/20.500.12657/46150 |
| Fáddágilkorat: |
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| _version_ | 1869529359983837184 |
|---|---|
| author | Martin, Michael Fangerau, Heiner |
| author_browse | Fangerau, Heiner Martin, Michael |
| author_facet | Martin, Michael Fangerau, Heiner |
| author_sort | Martin, Michael |
| collection | Directory of Open Access Books |
| description | Evidenz beschreibt etwas, das unmittelbar einleuchtet. Wissenschaftliche Abbildungen erheben zwar den Anspruch, evident zu sein, aber ihre Evidenz ist nicht natürlich. Sie ist nur mittelbar für diejenigen einleuchtend, die sie lesen können. Das gilt auch für Bilder in der medizinischen Diagnostik: Im Visualisierungsprozess diagnostischer Abbildungen werden zum einen Strukturen und Zusammenhänge sichtbar gemacht, die zuvor unsichtbar waren. Zum anderen muss über Lese- und Denkprozesse die Evidenz in das Bild implementiert werden. Allerdings sind diese Bilder primär durch Mehrdeutigkeit und Unbestimmtheit geprägt, was Strategien der Evidenzproduktion erfordert. Hierzu gehören der Einsatz geschulter Zeichner am Mikroskop, die Produktion von Diagrammen auf Basis von Messwerten, der versierte Einsatz von Endoskopen sowie die physikalisch-chemische Erzeugung von Radiogrammen zur Sichtbarmachung des Körperinneren. Die Evidenz diagnostischer Abbildungen unterliegt also immer bestimmten Verfahren und Strategien der Evidenzzuschreibung. Sie bleibt eine nützliche Fiktion, die überaus vielfältig und immer kontextabhängig ist. Heiner Fangerau und Michael Martin sprechen deshalb statt von Evidenz im Singular von den Evidenzen diagnostischer Bilder im Plural. |
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| publishDate | 2021 |
| publishDateRange | 2021 |
| publishDateSort | 2021 |
| publisher | Franz Steiner Verlag |
| publisherStr | Franz Steiner Verlag |
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| spelling | doab-20.500.12854ir-374552025-07-31T13:48:43Z Evidenzen der Bilder Martin, Michael Fangerau, Heiner Medical History Technology & Engineering thema EDItEUR::M Medicine and Nursing::MB Medicine: general issues::MBX History of medicine Evidenz beschreibt etwas, das unmittelbar einleuchtet. Wissenschaftliche Abbildungen erheben zwar den Anspruch, evident zu sein, aber ihre Evidenz ist nicht natürlich. Sie ist nur mittelbar für diejenigen einleuchtend, die sie lesen können. Das gilt auch für Bilder in der medizinischen Diagnostik: Im Visualisierungsprozess diagnostischer Abbildungen werden zum einen Strukturen und Zusammenhänge sichtbar gemacht, die zuvor unsichtbar waren. Zum anderen muss über Lese- und Denkprozesse die Evidenz in das Bild implementiert werden. Allerdings sind diese Bilder primär durch Mehrdeutigkeit und Unbestimmtheit geprägt, was Strategien der Evidenzproduktion erfordert. Hierzu gehören der Einsatz geschulter Zeichner am Mikroskop, die Produktion von Diagrammen auf Basis von Messwerten, der versierte Einsatz von Endoskopen sowie die physikalisch-chemische Erzeugung von Radiogrammen zur Sichtbarmachung des Körperinneren. Die Evidenz diagnostischer Abbildungen unterliegt also immer bestimmten Verfahren und Strategien der Evidenzzuschreibung. Sie bleibt eine nützliche Fiktion, die überaus vielfältig und immer kontextabhängig ist. Heiner Fangerau und Michael Martin sprechen deshalb statt von Evidenz im Singular von den Evidenzen diagnostischer Bilder im Plural. 2021-02-10T14:45:49Z 2021-02-10T14:45:49Z 2021-01-14T04:36:01Z 2020 book https://library.oapen.org/handle/20.500.12657/46150 9783515128186 https://directory.doabooks.org/handle/20.500.12854/37455 ger open access image/jpeg image/jpeg image/jpeg image/jpeg n/a n/a n/a n/a https://library.oapen.org/bitstream/20.500.12657/46150/1/external_content.pdf https://library.oapen.org/bitstream/20.500.12657/46150/1/external_content.pdf https://library.oapen.org/bitstream/20.500.12657/46150/1/external_content.pdf https://library.oapen.org/bitstream/20.500.12657/46150/1/external_content.pdf Franz Steiner Verlag Franz Steiner Verlag https://doi.org/10.25162/9783515128186 https://doi.org/10.25162/9783515128186 32b5ca11-7967-4f01-a448-6e6c70a6768f Knowledge Unlatched 9783515128186 Knowledge Unlatched (KU) KU Open Services Franz Steiner Verlag open access |
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