Leben zwischen Dreck und Drogen
Das Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg wird sowohl wegen seiner Vielfalt und seines Community-Aktivismus gefeiert als auch wegen Schmutz, Drogen und Gefahr gemieden. Wie die Bewohner*innen ihren Kiez sehen, wird oft in Anekdoten und politischen Statements dargestellt, aber kaum systematisch untersuc...
Uloženo v:
| Hlavní autor: | |
|---|---|
| Médium: | Online |
| Jazyk: | angličtina |
| Vydáno: |
Logos Verlag Berlin
2021
|
| Témata: | |
| On-line přístup: | https://library.oapen.org/handle/20.500.12657/50608 |
| Tagy: |
Žádné tagy, Buďte první, kdo vytvoří štítek k tomuto záznamu!
|
| _version_ | 1869530128039542784 |
|---|---|
| author | Blokland, Talja |
| author_browse | Blokland, Talja |
| author_facet | Blokland, Talja |
| author_sort | Blokland, Talja |
| collection | Directory of Open Access Books |
| description | Das Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg wird sowohl wegen seiner Vielfalt und seines Community-Aktivismus gefeiert als auch wegen Schmutz, Drogen und Gefahr gemieden. Wie die Bewohner*innen ihren Kiez sehen, wird oft in Anekdoten und politischen Statements dargestellt, aber kaum systematisch untersucht. Deshalb hat ein Forschungsteam des Georg-Simmel-Zentrums für Metropolenforschung an der Humboldt-Universität im Auftrag des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg an Haustüren geklingelt und nachgefragt: Wodurch fühlen sich die Menschen in ihrem Wohngebiet unsicher? Würden sie denken, dass mehr Polizeipräsenz die Un-/Sicherheit erhöhen würde? Was erwarten sie von anderen Anwohner*innen, und inwiefern tragen solche Erwartungen zum Gefühl der Sicherheit bei? Trägt die alltägliche Nutzung der Nachbarschaft zum Sicherheitsgefühl bei?
Dieses kleine Buch stellt die Ergebnisse der Studie vor. Es engagiert sich kritisch mit der berühmten These, dass "Augen auf der Straße" soziale Kontrolle und damit mehr subjektive Sicherheit erzeugen, und untersucht die Relevanz von Dunkelheit, Dreck und Drogen sowie von Achtsamkeit, Gemeinsamkeit und Zugehörigkeit. Die Studie zeigt, dass das Sicherheitsempfinden in einer städtischen Nachbarschaft von vertrauter Öffentlichkeit abhängt. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass Menschen einschätzen können, was sie um sich herum sehen (eine Fähigkeit, die bei wiederholter Nutzung von Orten zunimmt) und darauf vertrauen, dass andere Bewohner*innen ihnen den Rücken freihalten. Dabei muss den Menschen nicht immer alles gefallen, was sie an ihrem Wohnort erfahren. Aber in dichten Stadtgebieten mit hoher Diversität profitieren die Bewohner*innen von gegenseitigem Wiedererkennen, wenn es um das Sicherheitsempfinden geht. |
| format | Online |
| id | doab-20.500.12854ir-71921 |
| institution | Directory of Open Access Books |
| language | eng |
| publishDate | 2021 |
| publishDateRange | 2021 |
| publishDateSort | 2021 |
| publisher | Logos Verlag Berlin |
| publisherStr | Logos Verlag Berlin |
| record_format | ojs |
| spelling | doab-20.500.12854ir-719212024-03-29T04:24:39Z Leben zwischen Dreck und Drogen Blokland, Talja Social Science Statistics Social Science Political Science thema EDItEUR::J Society and Social Sciences::JH Sociology and anthropology::JHB Sociology::JHBC Social research and statistics thema EDItEUR::J Society and Social Sciences::JB Society and culture: general thema EDItEUR::J Society and Social Sciences::JP Politics and government Das Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg wird sowohl wegen seiner Vielfalt und seines Community-Aktivismus gefeiert als auch wegen Schmutz, Drogen und Gefahr gemieden. Wie die Bewohner*innen ihren Kiez sehen, wird oft in Anekdoten und politischen Statements dargestellt, aber kaum systematisch untersucht. Deshalb hat ein Forschungsteam des Georg-Simmel-Zentrums für Metropolenforschung an der Humboldt-Universität im Auftrag des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg an Haustüren geklingelt und nachgefragt: Wodurch fühlen sich die Menschen in ihrem Wohngebiet unsicher? Würden sie denken, dass mehr Polizeipräsenz die Un-/Sicherheit erhöhen würde? Was erwarten sie von anderen Anwohner*innen, und inwiefern tragen solche Erwartungen zum Gefühl der Sicherheit bei? Trägt die alltägliche Nutzung der Nachbarschaft zum Sicherheitsgefühl bei? Dieses kleine Buch stellt die Ergebnisse der Studie vor. Es engagiert sich kritisch mit der berühmten These, dass "Augen auf der Straße" soziale Kontrolle und damit mehr subjektive Sicherheit erzeugen, und untersucht die Relevanz von Dunkelheit, Dreck und Drogen sowie von Achtsamkeit, Gemeinsamkeit und Zugehörigkeit. Die Studie zeigt, dass das Sicherheitsempfinden in einer städtischen Nachbarschaft von vertrauter Öffentlichkeit abhängt. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass Menschen einschätzen können, was sie um sich herum sehen (eine Fähigkeit, die bei wiederholter Nutzung von Orten zunimmt) und darauf vertrauen, dass andere Bewohner*innen ihnen den Rücken freihalten. Dabei muss den Menschen nicht immer alles gefallen, was sie an ihrem Wohnort erfahren. Aber in dichten Stadtgebieten mit hoher Diversität profitieren die Bewohner*innen von gegenseitigem Wiedererkennen, wenn es um das Sicherheitsempfinden geht. 2021-09-22T04:01:11Z 2021-09-22T04:01:11Z 2021-09-21T05:31:19Z 2021 book https://library.oapen.org/handle/20.500.12657/50608 https://directory.doabooks.org/handle/20.500.12854/71921 eng open access image/jpeg Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International https://library.oapen.org/viewer/web/viewer.html?file=/bitstream/handle/20.500.12657/56766/external_content.pdf?sequence=1&isAllowed=y Logos Verlag Berlin Logos Verlag Berlin https://doi.org/10.30819/5310 https://doi.org/10.30819/5310 04b263a1-7fba-4491-9eae-1c394ac42fc3 Knowledge Unlatched (KU) Logos Verlag Berlin open access |
| spellingShingle | Social Science Statistics Social Science Political Science thema EDItEUR::J Society and Social Sciences::JH Sociology and anthropology::JHB Sociology::JHBC Social research and statistics thema EDItEUR::J Society and Social Sciences::JB Society and culture: general thema EDItEUR::J Society and Social Sciences::JP Politics and government Blokland, Talja Leben zwischen Dreck und Drogen |
| title | Leben zwischen Dreck und Drogen |
| title_full | Leben zwischen Dreck und Drogen |
| title_fullStr | Leben zwischen Dreck und Drogen |
| title_full_unstemmed | Leben zwischen Dreck und Drogen |
| title_short | Leben zwischen Dreck und Drogen |
| title_sort | leben zwischen dreck und drogen |
| topic | Social Science Statistics Social Science Political Science thema EDItEUR::J Society and Social Sciences::JH Sociology and anthropology::JHB Sociology::JHBC Social research and statistics thema EDItEUR::J Society and Social Sciences::JB Society and culture: general thema EDItEUR::J Society and Social Sciences::JP Politics and government |
| topic_facet | Social Science Statistics Social Science Political Science thema EDItEUR::J Society and Social Sciences::JH Sociology and anthropology::JHB Sociology::JHBC Social research and statistics thema EDItEUR::J Society and Social Sciences::JB Society and culture: general thema EDItEUR::J Society and Social Sciences::JP Politics and government |
| url | https://library.oapen.org/handle/20.500.12657/50608 |
| work_keys_str_mv | AT bloklandtalja lebenzwischendreckunddrogen |