Individuelle Bedingungs- und Risikofaktoren für erfolgreiche Lernprozesse mit kooperativen Experimemtieraufgaben im Chemieunterrricht

Chemieunterricht findet in heterogenen Lerngruppen mit Schüler:innen unterschiedlichster Lernausgangslagen statt. Mit Blick auf die besondere Bedeutung des Experimentierens im Fach Chemie ist eine individualisierte Lernprozessgestaltung daher besonders in Experimentierphasen notwendig. Dazu müssen L...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Kirstein, Dennis
Format: Online
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Logos Verlag Berlin 2024
Schlagworte:
Online-Zugang:ONIX_20240215_9783832557294_53
Tags: Tag hinzufügen
Keine Tags, Fügen Sie das erste Tag hinzu!
Beschreibung
Zusammenfassung:Chemieunterricht findet in heterogenen Lerngruppen mit Schüler:innen unterschiedlichster Lernausgangslagen statt. Mit Blick auf die besondere Bedeutung des Experimentierens im Fach Chemie ist eine individualisierte Lernprozessgestaltung daher besonders in Experimentierphasen notwendig. Dazu müssen Lehrkräfte wissen, was Lernenden Schwierigkeiten bereitet und wie sie entsprechend ihrer individuellen Lernvoraussetzungen gefördert werden müssen. Vor diesem Hintergrund wurden in einem Mixed-Methods-Ansatz die Zusammenhänge zwischen verschiedenen individuellen Lernvoraussetzungen, Lernaktivitäten, beobachtbaren Schwierigkeiten und dem Lernerfolg beim Bearbeiten kooperativer Experimentieraufgaben zu unterschiedlichen Inhalten untersucht. An der Untersuchung nahmen N = 101 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe verschiedener Schulformen aus der Metropolregion Rhein-Ruhr teil. Die Analysen zeigen, dass während des Experimentierens unterschiedliche Schwierigkeiten auftreten. Jedoch wirken sich nur einzelne davon, wie etwa ein fehlendes Verständnis der Zielsetzung der Aufgabenstellung, unmittelbar negativ auf den individuellen Lernerfolg aus. Für das Auftreten von Schwierigkeiten ist zum Teil ein geringes Vorwissen zu naturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen ursächlich. Es zeigt sich aber auch, dass viele Schwierigkeiten in bestimmten Leistungsbereichen unterschiedlich häufig auftreten, wodurch sich hier ein Zugang für individualisierte Experimentiersituationen ergibt.